Wissenswertes
Wer schweigt, stimmt zu von Ulrike Guérot
In ihrem neu erschienenen Buch “Wer schweigt, stimmt zu” setzt sich die Politikwissenschaftlerin und Europaexpertin Ulrike Guérot mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der deutschen Pandemiepolitik auseinander und fordert eine neue Debatte über den Freiheitsbegriff. weiterlesen
Das Trauma in dir von Bessel Van Der Kolk
Jedes gewaltsame Ereignis, das einen Menschen in seinen Grundfesten erschüttert, ist ein Trauma. Dazu gehören Erlebnisse während eines Krieges ebenso, wie Vergewaltigung, Missbrauchserfahrungen, Gewalt in der Familie und der gewaltsame Verlust eines geliebten Menschen. All diesen traumatischen Erfahrungen ist gemein, dass Selbstkontrolle und Selbstregulation verloren gehen. weiterlesen
Women on Fire von Dr. med. Sheila de Liz
Die Lektüre ist gut aufgebaut. Eine kleine Gebrauchsanweisung auf Seite 14 informiert uns, über den bestmöglichen Umgang mit diesem Buch. weiterlesen
Weiblicher Narzissmus von Bärbel Wardetzky
Die Autorin zeigt anhand vieler Beispiele, wie groß der Leidensdruck ist, dass sich das seelische Ungleichgewicht auch auf den Körper und das Essverhalten auswirkt. weiterlesen
Wenn jeder dich mah, nimmt keiner dich ernst von Martin Wehrle
Wer kennt es nicht, jemand würgt uns einen rein, fällt uns in den Rücken, fährt uns über den Mund, bevormundet uns. Am Ende fühlen wir uns klein, nichtig, unfähig und nicht ernst genommen. weiterlesen
Aspergirls von Rudy Simone
Die Autorin beschreibt im weiteren Verlauf ihres klugen Buches, wie Asperger-Autistinnen mit Sexualität, Beziehungen, Freundschaften und sozialen Kontakten umgehen. Welche Schwierigkeiten die meisten Betroffenen im Berufsleben erwartet. Die mangelnde Akzeptanz der Gesellschaft, die Verhaltensweisen, als nicht normal stigmatisiert und ablehnt. weiterlesen
Rezitativ von Toni Morrison
Die Geschichte endet auf Seite 43 und dann beginnt das Nachwort, ein Essay von Zadie Smith. (Britische Schriftstellerin) Sie analysiert die Geschichte und findet ganz großartige Worte, die nicht belehren wollen, sondern mit großer Toleranz für beide Seiten einer Schwarz-Weiß-Konstruktion, Lösungen sucht. weiterlesen
Pick me Girls von Sophie Passmann
Eine ganze Industrie lebt von der Unzufriedenheit, die Frauen nicht mit ihrem Äußeren hätten, würde ihnen nicht ständig suggeriert, dass vieles nicht mit ihnen stimmt. weiterlesen
Ein Hof und elf Geschwister von Ewald Frie
Der Autor, selbst Historiker, sieht seine Familie als “Tor zu einer Geschichte der Bundesrepublick”. Für seine Recherche ist er von Tübingen, ins Rheinland, nach Westfalen und bis zur Ostsee gereist, um mit seinen Geschwistern Interviews zu führen und zu erruieren, wie sie die damalige Zeit wahrgenommen haben. weiterlesen
Die Zeit der Verluste von Daniel Schreiber
Daniel Schreiber geht den Gründen unserer Vulnerabilität auf den Grund, deckt die Abwehrmechanismen auf, die verhindern, dass wir ins Mitgefühl gehen und findet Lösungsansätze, wie wir gesund durch diese Zeit der Verluste kommen, und doch auch Freude empfinden können. weiterlesen
Borderline und Narzissmus von Dr. Elinor Greenberg
Anhand vieler einprägsamer Praxisbeispiele erklärt sie, welche Besonderheiten NarzisstInnen (Bewunderung), BorderlinerInnen (Liebe) und Menschen mit schizoiden Anpassungen (Sicherheit) mit sich bringen, um das Erkennen und Diagnosestellen zu vereinfachen. hierbei kann auch die Gegenübertragung hilfreich sein. Was spürt die TherapeutIn im Umgang mit der KlientIn? weiterlesen
Emotionales Erbe von Galit Atlas
Die Psychoanalytikerin und Supervisorin erklärt anhand vieler Fallbeispiele und aus Sicht epigenetischer Zusammenhänge, wie stark wir mit unseren Verwandten verbunden sind. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. weiterlesen
Freunde lieben von Ole Liebl
Die Freundschaft+ ist im Gegensatz zu den anderen erwähnten Spielarten der Erotik eine Vereinigung mit mehr oder weniger großer Verbindlichkeit, wobei die Freundschaft an erster Stelle steht und nicht der Sex. weiterlesen
Die Autistinnen von Clara Törnvall
Die Autorin begibt sich mit ihrem hochfunktionalen Autismus in die Öffentlichkeit, weil sie glaubt, dass diese Beeinträchtigung gerade bei jungen Mädchen und Frauen zu selten diagnostiziert wird. Introvertierte anpassungsfähige Mädchen werden als normal erachtet und fallen aus dem Raster, weil sie keine Probleme machen. weiterlesen
Mit Nachsicht von Sina Haghiri
Der Psychotherapeut Sina Haghiri hat sich dem Thema Empathie gewidmet. In seinem Buch versucht er aufzuzeigen, was einen besseren Umgang mit unseren Mitmenschen ermöglicht und was das verhindert. weiterlesen
Toxische Weiblichkeit von Sophia Fritz
Sophia Fritz zeigt mir ihr Unbehagen, wenn sie auf ihre eigenen Dissonanzen stößt. Wenn sie anderen Frauen auf Instagram gratuliert und sie dann heimlich beneidet. Wenn sie ihren gleichberrechtigten Partner bemuttert und nett zu einer Kollegin ist, über die sie dann lästert. Was wenn wir alle dieses Unbehagen in uns tragen? weiterlesen
Sorry Not Sorry. Über weibliche Scham von Anika Landsteiner
Die Autorin rollt Einzelheiten aus der Geschichte auf, die sie in anschließenden Kapiteln genauer beleuchtet. Beginnend bei Adam und Eva, die erst in das Gefühl von Scham kamen, nachdem Eva den verbotenen Apfel gekostet hat und dann von Gott beschämt wurde, weil sie nicht auf ihn gehört hatte. Die schwache Eva hatte sich von der Schlange veführen lassen und war fortan schuldig. Anika Landsteiner stilisiert Eva zur Galionsfigur der weiblichen Scham. weiterlesen
Das ewige Ungenügend von Saralisa Volm
Saralisa Volm hat sich in diesem Buch mit ihrer eigenen Weiblichkeit auseinandergesetzt und viele kluge Gedanken zu Papier gebracht. Das Buch liest sich so erhellend wie frustrierend, weil der geneigten Leser*in auffällt, welche Wegstrecke zu echter Gleichberechtigung noch vor uns liegt. weiterlesen
Heult leise, Habibis! von Sineb El Masrar
Sineb El Masrar hat ein umfassendes und kluges Buch über die Mechanismen der gesellschaftlichen Spaltung und die Gefahr für unsere Demokratie geschrieben. Allerdings halte ich die Idee, die Leisen müssten lauter werden für eine Illusion. Es ist nervenaufreibend, sich mit geltungssüchtigen Menschen auseinanderzusetzen, deren vorrangiges Ziel zu sein scheint, sich die Langeweile zu vertreiben. Dennoch habe ich in den Ansichten der Autorin meine eigenen gefunden und das tat gut. Ich wünsche dem Buch haufenweise Leser*innen. weiterlesen
Altern von Elke Heidenreich
Geboren ist Elke Heidenreich während der letzten zwei Kriegsjahre. Ihre Eltern waren nicht nett und sie war kein nettes Kind, deshalb kam sie in eine evangelische Pflegefamilie. Abendliche Diskussionen, Klavierspiel, gute Schule, Abitur, Studium. Mit dreiundzwanzig wurde sie wegen einer schweren Lungenerkrankung operiert und man legte ihr nahe, ihr Testament zu machen. weiterlesen
Lieber Sohn oder So rettest du die Welt
Emilia Roig plädiert für gegenseitige Fürsorge, Empathie und soziale Verbundenheit, um dieser kapitalistischen Weltanschauung, die jeden Einzelnen entwertet und zu kollektiver Erschöpfung führt, etwas entgegenzusetzen. Statt Produktivität, Lebendigkeit. Statt Kontrolle, Vertrauen. Statt Macht, Beziehung und Fürsorge. weiterlesen
Die Altenboomer von Denise Buser
Es ist doch eigentlich schön, wenn der morgendliche Wecker keinen Druck mehr erzeugt. Unser Arbeitsleben lang haben wir das Wochenende herbeigesehnt, jetzt darf jeder Tag unbekümmert zelebriert werden. Wir sind befreit von der Periode und noch entfernt von Inkontinenzbinden. Wie schaffen wir es, das Alter nicht nur als Verlust von Gesundheit, straffer Haut und Vitalität anzusehen, sondern als Befreiung mit großen Intensitäten? weiterlesen